Da ich noch nie (wissentlich) auf dem Brocken war, …

a) … freute ich mich besonders auf diese MTB-Brocken-Runde ab Wernigerode! Alleine das 23 Kilometer am Stück bergauf fahren erschien mir als „neue“ Herausforderung.

b) dachte ich, der Brocken wäre kahl, unwirtlich und permanent Schlechtwetterzone. Das stimmte mich skeptisch.

Umso erfreulicher gestaltete sich unser vormittäglicher Aufstieg zu dritt ab Hauptbahnhof Wernigerode, vorbei am schönen Schloss Wernigerode, bei schönstem Spätsommerwetter. Die Wege waren allesamt gut fahrbar und trocken, der Wald mal wild und wüst, mal wie im Märchenfilm romantisch und unheimlich. Glücklicherweise führte uns unsere Satellitenplanung auch über einige ausgesetzte und wunderschöne Singletrails; lediglich das letzte Stück ab 900 Höhenmetern führte uns zwangsläufig auf Asphalt auf den an diesem Tag mit Sonnenschein und Mega-Weitblick verwöhnenden höchsten Gipfel des Harzes. Nach ausgedehnter Pause und einem Rundum-Blick nach Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt machten wir uns wieder auf den Abstieg, der uns auf anderen Pfaden mit Highspeed-Abschnitten und verspielten Trails belohnte. Auch ein kurzer „Wieder-Uphill“, um dem Schloss Wernigerode noch einen kleinen Besuch abzustatten, wurde zum Abschluss eingebaut.

Fazit: Konditionell herausfordernde, wildromantische Tour mit unheimlichen „Hexenwäldern“, gewaltigen Felsblöcken und ausgesetzten Trails, solange man sich unterhalb der 900 Höhenmeter befindet. Weiter oberhalb, zumindest am Brocken, wird’s zu asphaltlastig, übervölkert von Wanderern und Touris und weniger spektakulär. Wer den Brocken als Gipfel schon kennt, kann sich unterhalb in einem wunderschönen MTB Mekka austoben und kommt sowohl im Uphill als auch beim „Runterballern“ voll auf seine Kosten. Naturtipp für Genussbiker!

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